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21.04.2004 Gedenkstätte für die Dresdner Sophienkirche

Die Sophienkirche, ältere Schwester der Frauenkirche, soll nicht länger im Bewusstsein der Dresdner und Sachsen im Verborgenen bleiben. Vor sechs Jahren entstand aufgrund einer privaten Initiative einer Dresdner Bürgerin die Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e. V.. Ihr Ziel ist es, durch Errichtung einer authentischen Gedenkstätte an die Sophienkirche zu erinnern.

Die Sophienkirche steht als älteste Kirche in Dresdens Innenstadt für 800 Jahre Landes- und Stadtgeschichte. Sie war das einzige Bauwerk aus gotischer Zeit, das in Dresden noch erhalten war. 1265 als einfache Hallenkirche im Franziskanerkloster erstmals erwähnt, wird sie 1351 zu einer zweischiffigen gotischen Hallenkirche erweitert. 1602 wird die ehemalige Klosterkirche als Evangelische zu St. Sophien, unterstützt von der Kurfürstenwitwe Sophie, geweiht.

Die Kirche fiel dem Bombenhagel am 13. Februar 1945 zum Opfer. Als ausbaufähige Ruine hätte sie noch gerettet werden können. Sie stand aber den ideologisch gelenkten Gestaltungsgrundsätzen für eine sozialistische Großstadt im Wege. Vom Oktober 1962 bis zum Vorabend des 1. Mai 1963 wurde die Ruine unter großen Empörungen in der Bevölkerung abgetragen.

In der Nachkriegszeit erbrannte ein vergeblich gebliebener Kampf um den Wiederaufbau der Sophienkirche. 1995 lobte die Landeshauptstadt einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche aus. Den ersten Preis erhielt der Entwurf des Architektenbüros Gustavs & Lungwitz. Dieser Entwurf mit der nachgebildeten Busmannkapelle wird auch von der Fördergesellschaft favorisiert. Aufgabe der Gesellschaft für die Sophienkirche ist die Bewahrung materieller und immaterieller, kultureller und ethischer Werte, die der Sophienkirche auf Grund ihrer Geschichte innewohnten und mit ihr in Beziehung stehen und die zu gewaltfreiem Zusammenleben der Menschen mahnen.

Diese Werte sind in geeigneten Formen, Besinnung und Andachten, Veranstaltungen, Ausstellungen, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dank der Willens- und Überzeugungskraft des Gründerehepaares Herrmann und der Fähigkeit zu Visionen hat die Gesellschaft schon viel erreicht. Folgende Ziele der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche wurden bereits erfüllt: Aufstellen einer Stele mit Gedenktafel, Nachzeichnung des Umrisses des Kirchenareals und Einbringung einer Bodentafel dazu. Die Zahl der Mitglieder nimmt ständig zu. Trotzdem ist noch viel Arbeit zu leisten. Unterstützung Dresdner Bürger, aber auch von außerhalb, wird dankbar angenommen. Kleinste Spenden oder Beitritt zur Gesellschaft rücken das Ziel einer Gedenkstätte näher. Könnten nicht Geschenke und Ehrungen zu runden Geburtstagen oder eine andere Form der Mithilfe nachdenkenswert sein?

Helga Schubert


Informationen dazu erhalten Sie bei der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e. V.

c/o Hilde Herrmann, An der Prießnitz 1, 01099 Dresden, Tel./Fax 0351-8047043

Spenden: Stadtsparkasse Dresden, BLZ 85055142, Konto-Nr. 356 881 948 (Steuerbegünstigung)


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