Corona-Information Nr. 258 20.01.2022

1. Geltungsdauer der Corona-Genesenennachweise von 180 auf 90 Tage verkürzt
2. Geänderte Impfvorgaben für das Vakzin von Johnson & Johnson
3. Impfungen gegen SARS-CoV-2 durch Apothekerinnen und Apotheker – Nutzung externer Betriebsräume
4. Gefälschte Impfnachweise – Plakat und Flyer des Landeskriminalamtes Sachsen

 

 

1. Geltungsdauer der Corona-Genesenennachweise von 180 auf 90 Tage verkürzt

Gemäß der Verordnung zur Änderung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung, welche am 15. Januar 2022 in Kraft getreten ist, weist nunmehr das RKI aus, welche fachlichen Vorgaben ein Genesenennachweis erfüllen muss.

Nach den fachlichen Vorgaben des RKI (Stand 17.01.2022) muss demnach ein Genesenennachweis folgenden Kriterien entsprechen:

  • die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt sein,
  • das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen,
  • NEU: das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Damit wurde die Dauer des Genesenenstatus von 6 Monaten auf 90 Tage reduziert, da laut RKI die bisherige wissenschaftliche Evidenz darauf hindeutet, dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Deltavariante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikronvariante haben.

Aufgrund der kurzfristig veröffentlichten fachlichen Vorgaben des RKI befinden wir uns hinsichtlich erforderlicher Übergangsbestimmungen derzeit noch im Austausch mit den zuständigen Ministerien und Behörden.

Weitere noch zu klärende Sachverhalte betreffen die Umsetzung im DAV-Verbändeportal und die Abbildung der nunmehr innerhalb Europas unterschiedlichen Geltungsdauer des EU-Genesenenzertifikats.


2. Geänderte Impfvorgaben für das Vakzin von Johnson & Johnson

Eine weitere kurzfristige Anpassung im Zuge der geänderten COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung betrifft die Impfvorgaben für das Vakzin von Johnson & Johnson. Als geimpft mit vollständigem Grundschutz gelten Personen in Deutschland erst dann, wenn auf die Johnson & Johnson-Erstimpfung eine zweite Impfung erfolgt ist, möglichst mit einem mRNA-Vakzin. Mit diesem Schritt soll einer bereits seit November 2021 bekannten Empfehlung der Ständigen Impfkommission nachgekommen werden.

Auch hierzu werden wir Sie in einem weiteren Rundschreiben über noch offene Fragstellungen in Bezug auf die Ausstellung von Impfzertifikaten informieren.


3. Impfungen gegen SARS-CoV-2 durch Apothekerinnen und Apotheker – Nutzung externer Betriebsräume

Mit Corona-Information Nr. 244 vom 23. Dezember 2021 haben wir Ihnen die Informationen der Landesdirektion Sachsen (LDS) zu Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 durch Apothekerinnen und Apotheker im Rahmen des Apothekenbetriebs zur Kenntnis gegeben.

Aufgrund teils widersprüchlicher Aussagen zur Nutzung externer Betriebsräume in unterschiedlichen Fachmedien, haben wir uns zur Klarstellung nochmals an die Landesdirektion Sachsen gewandt.

Nach Auffassung der LDS besteht keine Diskrepanz zwischen der der SLAK im Dezember 2021 mitgeteilten Rechtsauffassung und den Vorgaben der Coronavirus-Impfverordnung.

„Die Regelungen der Zweiten Verordnung zur Änderung der der Coronavirus-Impfverordnung und der Coronavirus-Testverordnung, am 11. Januar 2022 in Kraft getreten, berühren aus Sicht der LDS die apothekenrechtlichen Vorschriften nicht – ebenso wenig mögliche Ausnahmen und/oder Abweichungen nach SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung.

Die Nutzung externer Räume für die Durchführung von SARS-CoV-2-Schutzimpfungen durch Apotheken ist auf Grundlage der SARS-CoV-2- Arzneimittelversorgungsverordnung  möglich. Wenn die Apotheken von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, muss eine Anzeige bei der Landesdirektion Sachsen erfolgen. Die entsprechende Ausnahmegenehmigung hierfür wird schnellstmöglich und aufgrund des überwiegend öffentlichen Interesses verwaltungskostenfrei erteilt.“

Wir bitten um Beachtung, dass die Sächsische Landesapothekerkammer mangels Zuständigkeit weder Anträge zur Nutzung externer Impfräume fordert noch entsprechende Ausnahmegenehmigungen erteilt! 


4. Gefälschte Impfnachweise – Plakat und Flyer des Landeskriminalamtes Sachsen

Die Zentralstelle für polizeiliche Prävention des Landeskriminalamtes Sachsen stellt den sächsischen Apotheken Informationsmaterialien zum Thema Impfpassfälschungen zur Verfügung. Sie können das Plakat (vorgesehen für Ausdruck im A2- bzw. A3-Format) gern zum Aushang und den Flyer für Apothekenteams für Ihre tägliche Arbeit nutzen.

Wir weisen darauf hin, dass eine Anzeige von Impfpassfälschungen bei der Polizei nicht verpflichtend ist und in jedem Fall von der Apothekenleitung entschieden werden muss. In diesem Sinne soll Ihnen auch das Plakat ggf. Diskussionen erleichtern, ein Aushang obliegt jedoch ebenfalls Ihrer Entscheidung. 

 

 

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