Corona-Information Nr. 311 26.09.2022

1. Versorgung mit COVID-19-Impfstoffen
2. Standardarbeitsanweisungen (SOP) zum Umgang mit Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1 (50 Mikrogramm/50 Mikrogramm)/ml Injektionsdispersion von Moderna und zum
Umgang mit Comirnaty® 30 μg/Dosis Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion von BioNTech (violette Kappe) in der Apotheke aktualisiert
3. SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ab 1. Oktober 2022

 

1. Versorgung mit COVID-19-Impfstoffen

Am Dienstag, den 4. Oktober 2022, bis spätestens 18.00 Uhr, müssen die Apotheken die COVID-19-Impfstoffe für die Woche vom 10. bis 14. Oktober 2022 (41. KW) bestellen. Nachfolgende Punkte sind bei den Bestellungen zu beachten:

Höchstbestellmengen für die 41. KW 2022 (10. bis 14. Oktober 2022)

Für die Bestellung am Dienstag, 4. Oktober 2022, wird es die folgenden Höchstbestellmengen geben:

Öffentliche Apotheken, Vertrags-, Privat-, Betriebsarztpraxen, Zahnärztinnen und Zahnärzte und Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern:

  • 240 Dosen (40 Vials) Comirnaty® 30 µg/Dosis
  • 240 Dosen (40 Vials) Comirnaty® 15/15 µg/Dosis (Original/Omicron BA.1)
  • 240 Dosen (48 Vials) Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1 (50 μg/50 μg)/ml
  • 240 Dosen (40 Vials) Comirnaty® Original/Omicron BA.4-5 (15/15 µg)/Dosis

Impfzentren und mobile Impfteams (ÖGD)

  • 1.020 Dosen (170 Vials) Comirnaty® 30 µg/Dosis
  • 1.020 Dosen (170 Vials) Comirnaty® 15/15 µg/Dosis (Original/Omicron BA.1)
  • 1.020 Dosen (204 Vials) Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1 (50 μg/50 μg)/ml
  • 1.020 Dosen (170 Vials) Comirnaty® Original/Omicron BA.4-5 (15/15 µg)/Dosis

Für COVID-19 Vaccine Valneva, Spikevax®, COVID-19-Vaccine Janssen, Comirnaty® 10 µg/Dosis für Kinder (5 bis 11 Jahre) und Nuvaxovid® gibt es keine Höchstbestellmengen für die 41. KW.

Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere Impfstoffbestellungen über variantenangepasste COVID-19-Impfstoffe gekürzt werden.

 

Bestellung der Apotheke beim pharmazeutischen Großhandel

Die Apotheke bestellt die vom Arzt bzw. der Ärztin verordnete bzw. für die Impfungen in der Apotheke benötigte Anzahl der Dosen als ganze Vials bis spätestens Dienstag, 4. Oktober 2022, regulär bis 18.00 Uhr, beim pharmazeutischen Großhandel. Jede Bestellung eines Leistungserbringers erfordert einen separaten Bestellauftrag. Andernfalls kann es im Falle einer Kontingentierungsentscheidung zu hohen Kürzungen kommen.


Auslieferung der COVID-19-Impfstoffe durch den pharmazeutischen Großhandel

Grundsätzlich liefert der pharmazeutische Großhandel die bestellten Impfstoffe mit dem dazugehörigen Impfzubehör in Zukunft wieder regelhaft in der darauffolgenden Woche ab Montag, den 10. Oktober 2022, aus.



2. Standardarbeitsanweisungen (SOP) zum Umgang mit Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1 (50 Mikrogramm/50 Mikrogramm)/ml Injektionsdispersion von Moderna und zum Umgang mit Comirnaty® 30 μg/Dosis Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion von BioNTech (violette Kappe) in der Apotheke aktualisiert

Die SOP zum Umgang mit Comirnaty® 30 μg/Dosis Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion von BioNTech in der Apotheke (violette Kappe) und die SOP zum Umgang mit Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1 (50 Mikrogramm/50 Mikrogramm)/ml Injektionsdispersion von Moderna in der Apotheke wurden aktualisiert. Beide Dokumente sind vom Paul-Ehrlich-Institut nach § 4 Absatz 3 Medizinischer Bedarf Versorgungssicherstellungsverordnung bewertet und das Vorliegen einer Ausnahme von einer Herstellungserlaubnis für das Umpacken der Impfstoffe bei Einhaltung festgestellt worden.

Die Anpassung der SOP zum Umgang mit Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1 (50 Mikrogramm/50 Mikrogramm)/ml Injektionsdispersion von Moderna liegt in der abweichenden Produktbeschriftung begründet:

Bezeichnung Fachinformation

Beschriftung Vial/Faltschachtel

Spikevax® bivalent Original/Omicron BA.1
(50 Mikrogramm/50 Mikrogramm)/ml Injektionsdispersion

spikevax 0,10 mg/mL 0 / O

In der SOP zum Umgang mit Comirnaty® 30 μg/Dosis Konzentrat zur Herstellung einer Injektionsdispersion von BioNTech (violette Kappe) ist nun die verlängerte Transportdauer auf 48 Stunden bei 2 °C bis 8 °C in der Kommunikation an die verimpfende Stelle berücksichtigt.

Beide Änderungen finden sich in der bereits vorab durch das PEI bewerteten Begleitdokumentation (Stand 13.09.2022) wieder. Sie finden die aktualisierten Dokumente unter www.abda.de unter „Informationen zum Coronavirus“.

 

3. SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ab 1. Oktober 2022

Im Bundesanzeiger wurde die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 28. September 2022 (BAnz AT 28.09.2022 V1) verkündet. Sie entspricht inhaltlich weitgehend der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 17. März 2022, die mit Ablauf des 25. Mai 2022 außer Kraft getreten war.

Wie in der seinerzeitigen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist vorgesehen, dass der Arbeitgeber im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Gefährdungsbeurteilung in einem betrieblichen Hygienekonzept Schutzmaßnahmen vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festlegt und umsetzt. Er hat dabei insbesondere die in § 3 Abs. 2 SARS-CoV-2-ArbSchV genannten Maßnahmen zu prüfen:

  • die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen zwei Personen,
  • die Sicherstellung der Handhygiene,
  • die Einhaltung der Hust- und Niesetikette,
  • das infektionsschutzgerechte Lüften von Innenräumen,
  • die Verminderung von betriebsbedingten Personenkontakten,
  • das Angebot gegenüber Beschäftigten, geeignete Tätigkeiten in ihrer Wohnung auszuführen,
  • das Angebot an Beschäftigte, die nicht ausschließlich von zu Hause arbeiten, sich zur Minderung des Infektionsrisikos regelmäßig kostenfrei auf Corona zu testen.

Auch die gegebenenfalls erforderliche Bereitstellung von medizinischen Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) fällt hierunter (§ 2 Absatz 3 SARS-CoV-2-ArbSchV).

Daneben wurde auch die Pflicht des Arbeitgebers, seinen Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus impfen zu lassen und sie im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung über die Risiken einer Erkrankung mit dem Coronavirus aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren, erneut verankert (§ 3 SARS-CoV-2-ArbSchV). Eine Pflicht des Arbeitgebers, die Schutzimpfung seinen Beschäftigten anzubieten, erwächst daraus nicht.

Eine in einer Entwurfsfassung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales noch vorgesehene Pflicht des Arbeitgebers, seinen Beschäftigten in geeigneten Fällen eine Tätigkeit in ihrer Wohnung zu ermöglichen („Home Office Pflicht“), war im Verordnungsverfahren innerhalb der Bundesregierung nicht konsensfähig und ist insofern nicht obligatorisch vorgesehen.

Die Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in der Apotheke während der COVID-19-Pandemie werden aktuell überarbeitet und in Kürze zur Kenntnis gegeben.


Die Änderungen treten am 1. Oktober 2022 in Kraft und gelten bis voraussichtlich 7. April 2023.

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