Corona-Information Nr. 51 07.05.2020

Bestellung KN95-Masken (entspricht FFP-2) über die SASG
Erhöhung des monatlichen Höchstbetrages für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel
Arzneimittelversorgung AOK PLUS: Klarstellung zu den Sonderregelungen zum erweiterten Austausch
Neue Corona-Schutzverordnung: Keine Änderungen für Apotheke
Botendienst: Privatpatienten über Zusatzgebühr informieren


Bestellung KN95-Masken (entspricht FFP-2) über die SASG

Aufgrund des noch immer anhaltenden Versorgungsengpasses mit medizinischen Schutzmasken in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen oder bei Personen, die der Risikogruppe angehören, hat sich die Sächsische Apotheken Service GmbH (SASG), mit logistischer Unterstützung der Avoxa - Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH, Eschborn, um ein weiteres Kontingent an KN95-Masken (entspricht FFP-2) bemüht. Die Masken sind in der EU CE-zertifiziert (EN 149:2001+ A1:2009) und können von Ihnen zum Stückpreis von 3,28 Euro (netto) zzgl. Handlings-/Versandpauschale über das Formular bis zum 15. Mai 2020 bestellt werden.

 

Erhöhung des monatlichen Höchstbetrages für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel 

Die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung, mit der der monatliche Höchstbetrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel angehoben wird, ist gestern in Kraft getreten. Damit wird der monatliche Höchstbetrag von 40 auf 60 Euro angehoben. Dies gilt rückwirkend für Versorgungen, die seit 1. April 2020 erfolgt sind. Die Erhöhung gilt vorbehaltlich des Fortbestehens der epidemischen Lage bis 30. September 2020. Dennoch muss die Umsetzung dieser Erhöhung zwischen den Vertragspartnern abgesprochen werden. Wir werden Sie darüber sobald wie möglich informieren.

 

Arzneimittelversorgung AOK PLUS: Klarstellung zu den Sonderregelungen zum erweiterten Austausch

Da mit Inkrafttreten der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung am 22. April 2020 eine Bandbreite an Möglichkeiten geschaffen wurde, die Patienten schnell und unbürokratisch mit den notwendigen Arzneimitteln zu versorgen und Mehrfachkontakte im Sinne der Patienten- und Mitarbeitersicherheit zu vermeiden, beendet die AOK PLUS die zwischen SAV und AOK PLUS vereinbarten Sonderregelungen zum erweiterten Austausch bei der Arzneimittelversorgung (siehe SLAK-Rundbrief 69/2020 vom 2. April 2020) mit Wirkung zum heutigen Tag.

Einzig die Regelung bezüglich des Austausches bei Arzneimitteln, die in der Substitutionsausschlussliste aufgeführt sind, wird aufrechterhalten. Ein Austausch kann danach stattfinden, falls das verordnete Arzneimittel nicht vorrätig ist, durch Ersetzung mit einem Arzneimittel eines anderen Herstellers bzw. einer anderen Stückzahl trotz Auflistung in der Substitutionsausschlussliste nach (telefonischer) Rücksprache mit dem Arzt.

Der Austausch eines ärztlich verordneten Arzneimittels soll sich grundsätzlich an den gesetzlichen und rahmenvertraglichen Regelungen orientieren, um eine therapeutische Vergleichbarkeit zum ärztlich verordneten Arzneimittel zu gewährleisten und die Verordnungshoheit des Arztes nicht in Frage zu stellen.  Die Rücksprache mit dem Arzt ist zu dokumentieren (Datum und Unterschrift). Das Sonderkennzeichen für die Akutversorgung 02567024 + Faktor 5 oder 6 ist aufzubringen.  

Im Übrigen verweist die AOK PLUS auf die Regelungen der o. g. Verordnung vom 22. April 2020.

 

Neue Corona-Schutzverordnung: Keine Änderungen für Apotheke

Die sächsische Staatsregierung hat am 30. April 2020 weitere Lockerungen bestehender Beschränkungen und die Öffnung von Einrichtungen beschlossen. Die neue Corona-Schutzverordnung gilt vom 4. bis 20. Mai 2020. Für Apotheken ergeben sich daraus keine Neuerungen. Nach wie vor gilt, dass Apothekenmitarbeiter, soweit keine anderen Schutzmaßnahmen (bspw. Plexiglasscheiben) ergriffen wurden, wie auch Patienten beim Aufenthalt in der Apotheke eine Mund-Nasenbedeckung tragen müssen (§ 8 Abs. 3).

 

Botendienst: Privatpatienten über Zusatzgebühr informieren

Angesichts der aktuellen Förderung und Vergütung des Botendienstes möchten wir Sie explizit darauf hinweisen, dass Apotheken eine Gebühr nur dann von privatversicherten Patienten verlangen können, wenn diese im Vorfeld des Botendienstes ordnungsgemäß über die in der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung verankerte Zusatzgebühr (5,00 Euro zzgl. 19 % MwSt.) informiert wurden.

Der PKV-Verband hat zwar bestätigt, dass der Zuschlag „Bestandteil der tariflichen geschuldeten Versorgung von Privatpatienten mit Rx-Präparaten“ ist, mithin von der PKV übernommen wird. Dennoch kann es zu Fallgestaltungen kommen (z. B. Eigenanteil noch nicht überschritten), in denen die Gebühr (inkl. der Kosten für die Arzneimittel) nicht von der Versicherung übernommen wird. Da Sie dies im Vorfeld meist nicht wissen, sollten Sie die Privatversicherten vor der Belieferung nicht nur über die Kosten der Arzneimittel, sondern auch über die Botendienstgebühr informieren.

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