Apotheker in Sachsen informieren: "Oh, es riecht gut, oh, es schmeckt fein..." - Weihnachtliche Gewürze aus der Apotheke

Dresden (SLAK, 28.11.2008): 

In diesen Tagen beginnt wieder die stimmungsvollste Zeit des Jahres. Wenn es aus der Küche nach Lebkuchen und den Aromen von Anis, Zimt und Gewürznelken duftet und uns auf den Weihnachtsmärkten Glühweingeruch empfängt, steigt auch die Vorfreude auf weihnachtliche Genüsse.

Die typischen weihnachtlichen Backzutaten und Gewürze gehören auch zum Sortiment vieler Apotheken. Um das typische Aroma zu bewahren, sollten Gewürze nur frisch und in kleinen Mengen gekauft, trocken, kühl und dunkel gelagert und rasch verbraucht werden. „Wer Mörser und Stößel in seiner Küche besitzt, sollte Gewürze als Ganzes kaufen und erst zerkleinern, wenn sie gebraucht werden. Denn je feiner Gewürze gemahlen sind, desto schneller verflüchtigen sich die ätherischen Öle, die für den typischen Duft und Geschmack sorgen“, erklärt Apotheker Göran Donner, Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer.

Neben Anis, Nelken und Vanille sind auch Kardamom, Koriander und Muskatblüte in der weihnachtlichen Backstube zu finden. Zimt ist eines der ältesten und wichtigsten Gewürze in der Lebkuchenbäckerei. Man unterscheidet zwischen Ceylon-Zimt aus Sri Lanka und dem etwas schärfer würzenden, aus China stammenden Cassia-Zimt. „Cassia-Zimt enthält jedoch viel Cumarin. Dies ist ein natürlicher Aromastoff, der, in größeren Mengen aufgenommen, zu Leberschäden führen kann. Zimt sollte deshalb nur sparsam verwendet werden. In Apotheken erhältlicher Ceylon-Zimt ist cumarinarm und sollte bevorzugt werden“ so Apotheker Donner.

Schwere Lebkuchenteige benötigen zur Lockerung des Teiges Backtreibmittel. Als solche werden in der Vorweihnachtszeit in der Apotheke häufig Pottasche und Hirschhornsalz verlangt. Hirschhornsalz kann jedoch die Bildung von gesundheitsschädlichem Acrylamid beim Backen fördern. Daher sollten mit diesem Treibmittel hergestellte Lebkuchen nur einen kleinen Teil des Weihnachtsgebäcks ausmachen und, falls möglich, Hirschhornsalz durch Natron oder handelsübliches Backpulver ersetzt werden.

Pressekontakt: Solveig Wolf, Sächsische Landesapothekerkammer, Tel.: 0351/263 93 214

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