Rauchstopp in Sachsen - Die Apotheke hilft!

Dresden (SLAK, 25.04.2007): 

Am gestrigen Tag hat das sächsische Kabinett einen Gesetzentwurf zum Nichtraucherschutz beschlossen Nach dem Vorbild anderer Länder soll ein Rauchverbot auch in Sachsen mit wenigen Ausnahmen auf Behörden, Gerichte, Schulen, Gesundheits- und Kindereinrichtungen, Gaststätten und Discotheken ausgeweitet werden. „Es ist sicher nicht leicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Die Umsetzung dieses Gesetzes ist jedoch ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen. Die sächsischen Apotheken bieten dazu ihre Hilfe bei der Raucherentwöhnung an.“, sagte Apotheker Friedemann Schmidt, Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer.

In Deutschland rauchen etwa 22 Millionen Menschen, drei Viertel davon zwischen 5 und 20 Zigaretten täglich. Jeder weiß, dass Rauchen ungesund ist, denn Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen sind seit einigen Jahren Pflicht. Fast jeder Raucher hat auch schon versucht, von seiner Sucht loszukommen. Ohne Hilfsmittel halten aber nur wenige ihren Entschluss langfristig durch. Medikamente aus der Apotheke können den Ausstieg erleichtern, weil sie in der ersten rauchfreien Zeit die Entzugssymptome mildern. Dadurch fällt die Verhaltensänderung leichter. „Aber ganz egal wie gut die Medikamente wirken – ohne den festen Willen zum Nichtrauchen geht es nicht“, sagte Friedemann Schmidt.

In der Apotheke gibt es verschiedene Arten von Raucherentwöhnungsmitteln. Ohne Rezept erhältlich sind Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten, die Nikotin enthalten. Sie unterdrücken die körperlichen Entzugssymptome. Pflaster sind vor allem für starke Raucher geeignet. Sie geben das Nikotin nach und nach durch die Haut ins Blut ab. Die Stärke der Pflaster wird im Lauf der Zeit reduziert. Schneller setzt die Nikotinwirkung bei Kaugummis und Lutschtabletten ein, ihre Wirkung hält aber nur kurze Zeit an. Sie werden angewendet, wenn das Verlangen nach einer Zigarette sehr groß ist. Auch ihre Dosis wird nach und nach verringert, bis das Verlangen nach Nikotin nach einigen Wochen ganz verschwunden ist. „Wer Nikotinkaugummis kaut, sollte gleichzeitig keinen Kaffee, Saft oder Cola trinken. Diese säurehaltigen Getränke vermindern die Aufnahme von Nikotin über die Mundschleimhaut“, rät Apotheker Schmidt. Verschreibungspflichtige Raucherentwöhnungsmittel enthalten einen der Wirkstoffe Vareniclin oder Bupropion. Sie werden als Kapseln eingenommen und enthalten kein Nikotin.

Schmidt: „Egal, wie man mit dem Rauchen aufhört – schon nach wenigen Stunden ohne Nikotin geht es dem Körper besser. Hält man das Nichtrauchen durch, sinken im Lauf der rauchfreien Jahre fast alle Gesundheitsrisiken wieder auf das Niveau von Menschen, die niemals geraucht haben. Das Aufhören lohnt sich also.“


Pressekontakt: Solveig Wolf, Sächsische Landesapothekerkammer, 0351/263 93 214

Achtung Redaktionen:

Wir können Ihnen unsere Presseinfos auch per E-Mail zur Verfügung stellen. Senden Sie uns dazu bitte eine E-Mail mit dem Titel der gewünschten Pressemitteilung(en) an sekretariat@slak.de

« zurück zur Übersicht

Oben