Vorsorgetests nur mit Beratung vom Apotheker sinnvoll

Dresden (SLAK, 13.01.2006): 

Mit Tests aus der Apotheke kann man sein individuelles Krankheitsrisiko erkennen - schnell, unkompliziert und günstig. „Ein Testwert allein nutzt nur wenig - und er ersetzt keine ärztliche Diagnose. Der Apotheker berät Verbraucher zu Vorsorgetests und kann beurteilen, ob ein Arzt hinzu gezogen werden sollte“ sagte Herr Apotheker Göran Donner aus der Löwen-Apotheke in Dippoldiswalde.

Eine ausführliche Beratung in der Apotheke ist bei vielen Tests unerlässlich. „Nicht jeder positive Wert bedeutet, dass man krank ist“ entwarnt der Apotheker. Ein Beispiel ist der Test auf Blut im Stuhl. Darm-krebs entwickelt sich über Jahre hinweg aus Vorstufen und verursacht erst relativ spät Symptome. Mit dem Test auf verstecktes Blut kann der Patient erkennen, ob der Stuhl geringfügige Mengen an Blut enthält. Dies kann ein Hinweis auf die Vorstufe einer Darmkrebserkrankung sein. Herr Apotheker Donner: „Der Heimtest kann verwirrend sein. Blutende Hämorrhoiden oder die Regelblutung können das Ergebnis verfälschen. Deshalb sollte man bei einem positiven Testergebnis unbedingt zum Arzt.“ Eine individuelle Beratung ist auch wichtig beim so genannten PSA-Test, der das Risiko für Prostatakrebs prüfen soll. Bei vielen älteren Männern ist die Prostata vergrößert, Probleme beim Wasserlassen sind die Folge. Prostatakrebs ist bei Männern die häufigste Krebsart. Der PSA-Test ist aber sehr anfällig für Störungen und nur nach Absprache mit dem Arzt sinnvoll. „Ein positiver Test ist kein Grund zur Panik“ sagte Herr Apotheker Donner. Viele Ursachen sind denkbar - von langem Radfahren oder einer gutartigen Vergrößerung der Prostata bis hin zu Krebs.

Neben den Tests für den Heimgebrauch bieten Apotheken ihren Kunden auch Dienstleistungen in der Apotheke an, z.B. eine Blutzucker- und Blutdruckmessung oder die Kontrolle der Blutfettwerte. Herr Apotheker Donner: „Generell ist es wichtig, die Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen. Auch wenn ein Test negativ ausfällt - im Zweifelsfall sollte man einen Arzt aufsuchen.“

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