Durchblick bei Grippemitteln

Dresden (SLAK, 28.02.2005): 

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – jetzt rollt die Erkältungswelle wieder. Pro Jahr werden dagegen in Deutschland Arzneimittel im Wert von über 900 Millionen Euro gekauft. Frau Apothekerin Brigitte Keil aus der Liebig-Apotheke in Dresden: „Aber nicht jedes so genannte Grippemittel ist auch für jeden geeignet. Bevor man etwas kauft, das man nur aus der Werbung kennt, sollte man sich vom Apotheker beraten lassen.“ Einige Beispiele: Wer unter einem schleimigen Husten leidet, sollte Hustenstiller vermeiden. Denn sie könnten dafür sorgen, dass der Schleim nicht mehr abgehustet wird und sich in den Lungen ansammelt – ein idealer Nährboden für Bakterien. Anders bei einem trockenen Reizhusten, hier sind Hustenstiller geeignet. Abschwellende Nasentropfen erleichtern das Durchatmen. Werden sie aber länger als fünf Tage hintereinander benutzt, schädigen sie die Schleimhäute. Auch pflanzliche Arzneimittel sind nicht immer harmlos. So sollten Kleinkinder nicht mit Eukalyptus eingerieben werden, denn das ätherische Öl kann zu Atemproblemen führen. Bei Fieber über 39 Grad sollte man generell einen Arzt aufsuchen. „Das sind nur einige wenige Beispiele – wichtig ist der Einzelfall. Wir Apotheker bieten jedem Kunden eine individuelle Beratung an, um das richtige Erkältungsmittel zu finden. Fragen Sie uns einfach“ sagt Frau Keil weiter.

Auch ohne Arzneimittel kann man einiges gegen eine Erkältung tun. "An erster Stelle steht eine starke körpereigene Abwehr“, so Frau Keil. „Saunieren und regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft kräftigen das Immunsystem. Aber nicht übertreiben: Wer schon erkältet ist, der sollte sich für ein paar Tage schonen." Heiße Bäder stärken die Abwehrkräfte, die ansteigende Körpertemperatur fördert die Durchblutung der Schleimhäute. „Auch ein ansteigendes Fußbad oder Wickel sind bewährte Hausmittel bei Erkältungen – wie das genau funktioniert, erfährt man in der Apotheke oder auf dem Apothekenportal apo-net.de“ schließt Frau Keil.

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