Apotheker helfen, den Neujahrsvorsatz "Nichtrauchen" umzusetzen

Dresden (SLAK, 31.01.2005): 

Nach 18 Tagen ist es Zeit, die Neujahrsvorsätze zu überprüfen. Einer der häufigsten: Endlich Nichtraucher. Über ein Drittel der Raucher hat in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal versucht, von ihrer Sucht los zu kommen. „Aber nur wenige Raucher schaffen den Abschied ohne Hilfe. In der ersten Zeit können Nikotinersatzmittel die körperlichen Entzugssymptome erleichtern. Ohne gleichzeitige Verhaltensänderung nutzt aber auch der beste Nikotinersatz wenig“, sagt Herr Göran Donner aus der Löwen-Apotheke in Dippoldiswalde.

Der Entzug beginnt im Kopf. Zunächst einmal sollte man sich darüber klar werden, in welchen Situatio-nen man warum raucht. Diese Bedürfnisse - z.B. die Entspannung nach dem Essen - kann man dann auch anders befriedigen, vielleicht mit einem kurzen Spaziergang. Aber das Verhalten ändert man nicht von heute auf morgen. Ich weiß, wie schwierig das Aufhören ist und dass man ohne Hilfe leicht die Flinte ins Korn wirft“, sagt Herr Donner. „Alle Apotheken bieten ihren Kunden zum Thema Raucherentwöhnung intensive Beratung an.

Nikotin-Ersatzmittel können die körperlichen Entzugssymptome, wie Nervosität, Schwitzen oder Gereizt-heit, lindern. Sie werden normalerweise nur in den ersten Wochen und Monaten empfohlen. Der Apotheker warnt: „Auf keinen Fall darf man zusätzlich zum Ersatzmittel rauchen. Das könnte zu einer Nikotin-Überdosierung führen.“

Nikotin-Kaugummis sind sinnvoll für Raucher, die nur gelegentlich und nicht allzu stark geraucht haben. „Das Kaugummi enthält mit Nikotin eine stark wirksame Substanz. Deshalb sollte es anders als ein normales Erfrischungskaugummi benutzt werden“ sagt Herr Donner. Für Gebissträger sind Lutschtabletten geeigneter. Nikotin-Pflaster gibt es mit unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen. Sie sind vor allem für starke Raucher hilfreich. Die Pflaster bauen einen gleichmäßigen Nikotinspiegel im Blut auf. Die richtige Dosierung ermittelt man am besten mit dem Apotheker.

Jeder weiß, dass Rauchen schädlich ist. Das Ausmaß macht sich kaum einer klar. Vorsichtig geschätzt sterben jährlich 110.000 Deutsche an den Folgen des Tabakkonsums. Als Folgeerkrankungen des Rauchens sind vor allem Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenkrankheiten. „Der Verzicht auf Zigaretten nutzt dem ehemaligen Raucher sofort. Schon am ersten rauchfreien Tag sinkt das Risiko für Herzinfarkte. Das ist doch ein Anreiz, den Neujahrs-Vorsatz Nichtrauchen endlich auch umzusetzen“ schließt Herr Donner.

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