Schmerzpatienten gut beraten

Dresden (SLAK, 27.11.2002): 

Vom 28. bis 30. November 2002 treffen sich ca. 600 Wissenschaftler zur 10. Jahrestagung der EUPHA – Europäische Public Health Vereinigung – in der Landeshauptstadt. Die Vereinigung bietet damit ein Diskussionsforum für alle Themen rund um die Gesundheitsvorsorge. Sachsens Apotheker sind mit den Ergebnissen einer Studie zur Beratung und Betreuung von Schmerzpatienten auf dem Kongress vertreten.

Gesundheitsorganisationen aus 23 europäischen Ländern engagieren sich in der EUPHA. Hauptziel ist, die Volksgesundheit zu verbessern und den Erfahrungsaustausch der multidisziplinären Wissenschaftler zu fördern. Diesen Herausforderungen stellt sich auch die Sächsische Landesapothekerkammer mit dem Ba-sisprojekt „Qualitätssicherung in der Beratung – Der Schmerzpatient in der Apotheke”. Patienten mit chronischen Schmerzen werden oft nicht ausreichend versorgt. Das weiß Christine Uferer als Projektverantwortliche aus der Praxis. Die Inhaberin der Leipziger Richard-Wagner-Apotheke berichtet: „Schmerzpatienten sind es gewohnt, ihre Schmerzen selbst zu kontrollieren und gegebenenfalls zu therapieren. Aber sie nehmen eine intensive Betreuung durch ihre Apotheke gerne an.“ Damit fasst Uferer das Ergebnis des zweijährigen Pilotprojektes in 16 sächsischen Apotheken zusammen.

Dr. Ingrid Schubert von der Universität Köln und Dr. Jutta Krappweis von der Technischen Universität Dresden übernahmen die wissenschaftliche Begleitung der Studie. 34 Patientinnen und 4 Patienten zwischen 21 und 80 Jahren ließen sich als Probanden pharmazeutisch betreuen. Alle litten langjährig unter Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerz oder Migräne. Im Verlauf der Studie konnten zu 78 Prozent neue Möglichkeiten zur Schmerzlinderung gefunden werden. Schmerztagebücher, Arzneimittelchecks und Medikationsdateien waren dabei hilfreich. „Die qualifizierte Patientenberatung in der Selbstmedikation und bei der Arzneimittelabgabe ist eine zentrale pharmazeutische Aufgabe, die auch das Selbstwertgefühl und die Berufszufriedenheit des Apothekers stärkt“, erläutert Uferer. Die gesammelten Erkenntnisse fließen in das Manual zur Pharmazeutischen Betreuung von Schmerzpatienten ein und stehen somit allen Apotheken zur Verfügung.

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