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Notdienste

Dienstbereitschaft der Apotheken

Der Pflicht der öffentlichen Apotheken, eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung sicherzustellen, korrespondiert der Grundsatz der ständigen Dienstbereitschaft für Apotheken, um den Versorgungsauftrag auch während der Ladenschlusszeiten zu erfüllen. Die Dienstbereitschaft zu diesen Zeiten ist als "Notdienst" zu verstehen, der der Bevölkerung eine geordnete, gleichwohl nicht in jeder Hinsicht bequeme Arzneimittelversorgung gewährleisten soll.

So hat die Sächsische Landesapothekerkammer die Aufgabe, Dienstbereitschaftsgruppen von Apotheken zu bilden, die wechselseitig die Arzneimittelversorgung in den betreffenden Regionen wahrnehmen. Bei diesen Anordnungen schuldet die Kammer einen ausgewogenen Ausgleich zwischen dem schutzwürdigen Interesse der Bevölkerung an einer ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung und dem gleichermaßen schutzwürdigen Interesse des Apothekeninhabers und dessen Personal an Freizeit und Familie. Daher kann nicht erwartet werden, dass jede Apotheke rund um die Uhr dienstbereit ist. Vielmehr nimmt jede Apotheke diese Pflicht im Wechsel mit anderen Apotheken in einer Region wahr.

Die geschlossenen Apotheken geben am Eingang sichtbar einen Hinweis auf die nächstgelegene dienstbereite Apotheke. Die Notdienstpläne werden überdies an die örtlichen Gesundheitsbehörden und Polizeidienststellen weitergegeben und in der öffentlichen Presse veröffentlicht. Auch über das Internet sind die Dienstbereitschaftspläne regional oder auch sachsenweit, bei dem von der Kammer unterstützten Notdienstkalender www.aponet.de abrufbar.

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