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Die Sächsische Landesapothekerkammer

Die Sächsische Landesapothekerkammer in DresdenAllen sächsischen Apothekern eröffnen wir ein öffentlich-rechtliches Forum zur Artikulation ihrer berufsständischen Interessen. Als Mittler zwischen Staat und Apotheker sind wir dabei den spezifischen Belangen unseres Berufsstandes unter Wahrung des Allgemeinwohls verpflichtet.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

  

 


Kurzbericht über die 53. Kammerversammlung der Sächsischen Landesapothekerkammer

Am 5. November 2014 versammelten sich die Delegierten der Sächsischen Landesapothekerkammer zu ihrer Herbst-Kammerversammlung im Albert-Fromme-Saal der Sächsischen Landesärztekammer. Neben den Beratungen zum Haushalt (Bilanz 2013, Planung 2015) standen inhaltlich vor allem sächsische Themen zur Diskussion.

Präsident Schmidt beschrieb in seiner Rede die aktuelle Situation der Kammer. Er hob lobend die beispielgebende Zusammenarbeit der SLAK mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, mit den Kollegen des Sächsischen Apothekerverbandes sowie mit den anderen Heilberufekammern in Sachsen hervor.

Die Delegierten nahmen zustimmend die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags der künftigen Koalition aus CDU und SPD zur Kenntnis, wonach die beiden Parteien „beobachten, wie sich das Netz der Apotheken entwickelt und bei Bedarf gemeinsam mit der Sächsischen Landesapothekerkammer Maßnahmen ergreifen, um die sichere Arzneimittelversorgung durch niedergelassene Apotheker flächendeckend zu gewährleisten“. Außerdem werde man „dem Bedarf an Apotheker-Nachwuchs Rechnung tragen und die Ausbildung sichern“.

Die Mitglieder der Kammerversammlung sehen gerade in der Zusage, die Ausbildung zu sichern, einen großen Erfolg im Bemühen, das seit Ende 2011 von der Schließung bedrohte Institut für Pharmazie an der Universität Leipzig zu erhalten. Man werde die Koalition an den Vereinbarungen des Vertrags messen und die Umsetzung einfordern, so die Delegierten.

In seinem Bericht gab für die Sächsisch-Thüringische Apothekerversorgung der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses Dr. Holger Herold einen Überblick zur Mitgliederentwicklung und der versicherungstechnischen Lage des Jahres 2013. Trotz widriger Umstände am Kapitalmarkt konnte durch das Versorgungswerk eine ausreichende Nettorendite erwirtschaftet werden. Am 15. Oktober 2014 trat die neue Vertreterversammlung zusammen und wählte aus ihren Reihen die Mitglieder des Verwaltungs- und Aufsichtsausschusses (einen ausführlichen Bericht finden Sie unter www.stapv.de).

Für die Öffentlichkeitsarbeit stellte Vizepräsident Donner zwei neue Projekte der Kammer vor: eine Unterrichtseinheit zur Sucht- und Drogenprävention in der Grundschule, die im Rahmen des Projektes „Kinderstube“ erarbeitet wurde, sowie den Start einer PR-Kampagne mit regelmäßigen Pressemitteilungen zu wechselnden pharmazeutischen Themen in Interviewform. Hierfür soll das bestehende System der regionalen Pressesprecher aktualisiert und in die Arbeit integriert werden.

Zur Stellung und Kompetenz der PTA in sächsischen Apotheken berichteten Katrin Schüler und Martin Seipt als Vertreter des Bundesverbandes PTA (BVpta). Eine dringende Überarbeitung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung müsse mit einer Novellierung des veralteten Berufsgesetzes aus den 1960er Jahren einhergehen, um bspw. erstmals Kompetenzen für PTA zu formulieren. Die Forderung des BVpta nach Erhöhung der Ausbildungszeit auf 3 Jahre und der Wunsch nach Etablierung von Weiterbildungsmöglichkeiten für PTA wurden von den Anwesenden ebenso diskutiert wie die Einführung eines Fortbildungszertifikates für das nichtapprobierte Personal der Apotheken.

Darüber hinaus befasste sich die Kammerversammlung auch mit einer Reihe von Satzungsänderungen, die alle angenommen wurden.

 

Aktuelle Informationen zu Ebola-Fieber
(Stand: 17. Oktober 2014)

Nachdem in Deutschland einzelne Patienten, die mit dem Ebola-Virus infiziert sind, behandelt werden und außerhalb des bislang betroffenen westafrikanischen Ebola-Epidemie-Gebietes unseres Wissens bisher 1 Fall auftrat, ist das mediale Interesse deutlich gestiegen. In der Bevölkerung steigt die Sorge im Zusammenhang mit der Ebola-Epidemie. Das Bundesministerium für Gesundheit bittet deshalb die Gesundheitsberufe darum, einer unnötigen Verunsicherung besorgter Bürger mit fachlich fundierten Informationen entgegenzuwirken.

Empfehlenswerte Informationen für die Beratungstätigkeit zum Thema Ebola-Fieber finden sich auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (RKI) unter www.rki.de → Infektionskrankheiten A-Z → Ebolafieber.

Die dort bereitgestellten, umfassenden Informationen dienen einer realistischen Einschätzung des Infektionsrisikos. So finden sich dort unter anderem Informationen zum Infektionsweg, zur Inkubationszeit und zur Dauer der Ansteckungsgefahr sowie eine Hilfe zur Einschätzung, ob ein begründeter Ebola-Verdachtsfall vorliegt. Desweiteren sind in einer Tabelle Maßnahmen übersichtlich dargestellt, die bei einem begründeten Verdacht zu ergreifen sind. Dieser Übersicht lässt sich beispielsweise entnehmen, welcher Eigenschutz in Frage kommt, wie mit der betroffenen Person umzugehen ist und dass den Gesundheitsämtern, denen eine zentrale Rolle zukommt, der Verdachtsfall zu melden ist. Auch zu wirksamen Desinfektionsmitteln sind dort nützliche Informationen enthalten. So sind Desinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit zur Desinfektion bei Kontamination mit Ebolaviren ausreichend.

• Ebola-Fieber (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Ebola-Virus.html?cms_lv2=2399472&cms_box=1&cms_current=Ebolafieber)

• Liste der Desinfektionsmittel (www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Desinfektionsmittel/Desinfektionsmittelliste.pdf?__blob=publicationFile)

Zum Entwicklungsstand therapeutischer Optionen ist ein Link auf das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) angegeben.

Zusätzlich finden Sie auf der Homepage des Bundesinstitutes für gesundheitliche Aufklärung BZgA (www.infektionsschutz.de → Erregersteckbriefe → Ebola-Fieber) eine empfehlenswerte Fragen- und Antworten-Sammlung zum Thema. Diese ist zum Ausdruck vorgesehen und eignet sich somit als Informationsbroschüre für verunsicherte Bürgerinnen und Bürger. Sie steht in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch, Arabisch und Französisch zur Verfügung.

• Erregersteckbriefe (www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/ebola-fieber/)

QMS nach § 2 a Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO)

Spätestens seit 1. Juni 2014 muss in jeder Apotheke ein Qualitätsmanagementsystem gemäß ApBetrO eingeführt worden sein. Dies wird bei der nächsten Revision/Besichtigung Ihrer Apotheke geprüft.

Nutzen Sie die Handreichung der Kammer, die Ihnen als kostenloser Service als Textversion oder im Fließschema zur Verfügung steht. Sie enthält folgende geforderte Musterprozesse:

  1. Prüfung und Lagerung von Ausgangsstoffen und Primärpackmitteln
  2. Prüfung von Fertigarzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten
  3. Arzneimittelherstellung
  4. Information und Beratung des Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln
  5. Hygienemanagement
  6. Erstellung und Lenkung von Dokumenten

Die Prozesse wurden in den vergangenen Wochen nochmals überarbeitet und um den Prozess "Erstellung und Lenkung von Dokumenten" erweitert.

Natürlich ist dieses QMS nach ApBetrO nur ein Mindeststandard eines QMS in der Apotheke. Für weitere Tätigkeiten im Rahmen des üblichen Apothekenbetriebes müssen ergänzende Inhalte in das QMS implementiert werden, bspw. für patientenindividuelles Verblistern/Stellen, Herstellen von Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung und Betreiben von Versandhandel.

Mit der Beschreibung weiterer pharmazeutischer Prozesse, Unterstützungsprozesse, externer Qualitätsüberprüfungen und eines Fehlermanagements können Sie Ihr QMS auch zertifizieren lassen.  Die QMS-Satzung der SLAK enthält alle Vorgaben, die zum kompletten Handbuch und schließlich zur Zertifizierung führen. Viele Zertifikatsinhaber/innen bestätigen, dass sich der anfängliche Mehraufwand für Ihren Apothekenbetrieb lohnt. Überdies ist eine Zertifizierung durch die Kammer mit gleichzeitiger Erfüllung der DIN-EN-ISO-Norm und 800,00 € ihren Preis wert.

Wenn Sie zur Nutzung der Handreichung der Kammer weitere Auskünfte wünschen, Ergänzungen oder Kritik anbringen möchten, können Sie per E-Mail unter qms@slak.de mit Apothekerin Katrin Feustel in Kontakt treten. Sie hat im Auftrag der Kammer die Musterprozesse erarbeitet.

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