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Die Kammer stellt sich vor

Slak GebäudeAls Selbstverwaltungskörperschaft eröffnet die Sächsische Landesapothekerkammer für alle sächsischen Apotheker ein öffentlich-rechtliches Forum zur Artikulation ihrer berufsständischen Interessen. Gern definiert sich die Kammer als Mittler zwischen Staat und Apotheker als Teil der Gesellschaft, der die spezifischen Belange des Berufsstandes unter Wahrung des Allgemeinwohls wahrnimmt und im Sinne einer wechselseitigen Beziehung dem Staat externen Sachverstand für seine Steuerungsaufgaben vermittelt. Fast 2500 Mitglieder gehören der Kammer inzwischen an, die in knapp 1000 öffentlichen und 23 Krankenhausapotheken sowie in Industrie, Wissenschaft und Verwaltung tätig sind.



Gartenperspektive

Unter der Rechtsaufsicht des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz überwacht die Kammer arbeitsteilig mit den staatlichen Aufsichtsbehörden die Apotheken und die Berufsausübung der Apotheker. Die Organisationsstruktur der Kammer, ihr Aufgabenspektrum, ihr Handlungsinstrumentarium sowie nicht zuletzt das Maß ihrer Selbstständigkeit oder umgekehrt die Art der Aufsicht durch die oberste Landesbehörde, werden durch das Heilberufekammergesetz – als kleines "Grundgesetz" für die Heilberufskammern – bestimmt.

Gewissermaßen als Erfüllungsgehilfe nimmt die Kammer staatlich delegierte Aufgaben wahr. Insoweit ist sie zuständig für die Anordnung der Dienstbereitschaft, die die Arzneimittelversorgung rund um die Uhr – auch außerhalb der allgemeinen Ladenschlusszeiten – gewährleisten soll, für die Vergabe von Rezeptsammelstellenerlaubnissen - Einrichtungen, die die pharmazeutische Versorgung in abgelegenen Gemeinden sicherstellen sollen, die Betreuung der Ausbildung von pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und den berufsbegleitenden Unterricht für Pharmazeuten im Praktikum.

KonferenzpavillonMehr Chancen für eine selbstbestimmte Formung des Berufsbildes im Detail eröffnen sich im Bereich der Selbstverwaltung. Die Herausforderungen liegen hier in der Verantwortlichkeit für die Fort- und Weiterbildung der Apotheker zur Qualitätssicherung der Berufsausübung. Während die Fortbildung auf eine kontinuierliche Aktualisierung des Wissens – dem neuesten Stand der Wissenschaft folgend – zielt, kanalisiert die Weiterbildung die Interessenschwerpunkte der Apotheker, indem sie eine Spezialisierung eröffnet. Die Kammer will ferner auch Partner für den Apotheker in seinem Beratungsalltag sein und steht diesem mit ihrem Service der Arzneimittelinformation unterstützend zur Seite. Zum Kern der Selbstverwaltung gehört schließlich das Berufsrecht, das die von der Mehrheit des Berufsstandes getragenen Verhaltenspflichten widerspiegelt und das Verantwortungsgefühl der Apotheker sowie das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken soll. Das richtige Maß der Restriktion zu finden, bedarf viel Fingerspitzengefühls; ein zukunftsorientiertes Berufsrecht wird sich das Ziel der Qualitätssicherung setzen.

Nicht zuletzt soll die dem Berufsstand überantwortete Altersversorgung der Mitglieder in den eigenen Versorgungswerken als unselbstständige Einrichtungen der Kammern nicht unerwähnt bleiben. In Kooperation mit Thüringen ist die Sächsische Landesapothekerkammer für die herausfordernde und verantwortungsvolle Verwaltung der Versorgungsbeiträge von inzwischen fast 2400 Apothekern für Sachsen und Thüringen verantwortlich.

Optimales ArbeitsumfeldDie Möglichkeit der Selbstverwaltung des Berufsstandes ist kein ein für allemal erworbenes Recht, kein Besitzstand, sondern eine hart zu erarbeitende Gegenleistung für das glaubhafte Versprechen effektiver Selbstregulierung und Selbstkontrolle an die Gesellschaft, die auch den Kammern einen enormen Vertrauensvorschuss gewährt und nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf. Aufgabe der Selbstkontrolle ist es, das Fehlverhalten Einzelner im Interesse der Gesamtheit des Berufsstandes zu verhindern, sei es durch Sanktion, Prävention oder Vermittlung. Ziel der Sächsischen Landesapothekerkammer ist es, die Selbstverwaltung mit dem Anspruch zu praktizieren, dass die Kammermitgliedschaft als eine Art Gütesiegel begriffen wird und daher selbst unter der Prämisse einer freiwilligen Mitgliedschaft niemand die Löschung seiner personenbezogenen Daten wünscht und weitere in Sachsen ihren Beruf als Apotheker Ausübende den Weg zur Kammer finden.

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