Hiermit melde ich mich verbindlich für die folgende Veranstaltung an:

Medikationsmanagement und Arzneimitteltherapiesicherheit bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die Inzidenz der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn: F >M; Colitis ulcerosa: F=M) nimmt in unserer Gesellschaft weiter zu. Das Krankheitsbild der CED wird multifaktoriell bestimmt (Genetik, bakterielle Antigene, mukosale Immunologie, Umwelt). Wichtige Leitsymptom der schubweise verlaufenden chronischen Erkrankung sind Bauchschmerzen und Diarrhoen. Auch zahlreiche extra-intestinale Krankheitsausprägungen können auftreten, die sich zwischen den Geschlechtern unterscheiden. Damit wirkt sich die Erkrankung in einem hohen Maße negativ auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität aus. Nach einer umfassenden Diagnostik steht die Auswahl der geeigneten Arzneimittel zum richtigen Zeitpunkt der Erkrankung. Eine gute Krankheitskontrolle wirkt sich positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus.


Eine erfolgreiche Therapie hängt ebenfalls von vielen Faktoren ab. Die therapeutische Strategie wird von der Ausdehnung und Intensität der Entzündung, von Komorbiditäten, individuellen klinischen Risikofaktoren, dem Patientenalter, der Präferenz des Patienten und auch extra-intestinalen Manifestationen bestimmt. Der Arzneimittelnutzen der Wirkstoffe ist gut belegt und dennoch sind bestimmte Arzneimittelrisiken in der Anwendung  zu beachten. Das Medikationsmanagement durch Arzt und Apotheker bei CED ist gekennzeichnet von einer hohen Individualität. Die Anwendung der Arzneimittel soll den Patienten langfristig in Remission halten sowie eine Progression der Erkrankung verhindern. Dabei gilt es nicht nur eine effektive Induktionstherapie einzuleiten, sondern auch eine entsprechende Effektivität der Remissionserhaltung zu gewährleisten. Die Grundsätze und die vielen Herausforderungen im Krankheitsmanagement werden umfassend dargestellt.


Der Apotheker hat einen wichtigen Stellenwert bei der Therapiebegleitung, der Risikominimierung von Nebenwirkungen (Immunsupressiva, Biologika, Probiotika) und der Kommunikation mit Patienten und Ärzten. Die Behandlung der CED ist das Paradebeispiel für eine individualisierte Therapie. Die Anwendung von zahlreichen Biologika ermöglicht schon heute eine verbesserte Krankheitskontrolle und spiegelt die zunehmenden wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich der Immunpathogenese der CED wider.


Die Arzneimitteltherapiesicherheit wird auch bei den neuen Substanzen bestimmend sein, da es eine medikamentöse Heilung der CED bisher nicht gibt.

Kategorie
Vortrag
Termin
16.01.2019, 19:00 bis 21:30 Uhr
Ort
Haus des Buches
Gerichtsweg 28
04103 Leipzig
Nur noch wenige Plätze vorhanden
Veranstalter
Sächsische Landesapothekerkammer
Frau Füßel (Tel. 0351/26393-202)
Referent(en)
Dr. Dirk Keiner
Punkte
3
Zielgruppe
Apotheker und Nichtapprobierte
Teilnahmegebühr
kostenlos
Meine Daten
Kammermitglied

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