Corona-Information Nr. 197 03.09.2021

Anpassung der Coronavirus-Impfverordnung
Im Bundesanzeiger vom 31. August 2021 wurde eine Neufassung der Coronavirus-Impfverordnung veröffentlicht, die am 1. September 2021 in Kraft getreten.

Gegenüber der bisher geltenden Fassung der Verordnung ändert sich folgendes:

Es wurde ein uneingeschränkter Anspruch auch für Folge- und Auffrischungsimpfungen (§ 2 Abs. 1) eingeführt, wobei es keine Beschränkung auf einen bestimmten Personenkreis gibt; Empfehlungen für den Zeitpunkt der Auffrischungsimpfung gibt es derzeit noch nicht.

Der Kreis der impfberechtigten Leistungserbringer wurde überarbeitet und insbesondere um Krankenhäuser und Gesundheitsämter ergänzt (§ 3 Abs. 1). Ab Oktober soll darüber hinaus die Versorgung der zuständigen Stellen der Länder, der Impfzentren und der mobilen Impfteams sowie der Krankenhäuser mit Impfstoffen, -besteck und -zubehör über Apotheken erfolgen.

Im Unterschied zum Referentenentwurf erfassen hingegen die Vorschriften zur Apothekenvergütung (§ 9 Abs. 1) derzeit nicht den Aufwand, der im Zusammenhang mit der Abgabe von Impfstoff an Krankenhäuser entsteht. Hierzu steht die ABDA bereits in Gesprächen mit dem BMG, um hier eine zeitnahe Nachbesserung im September zu erreichen.

Der Aufwand für Nachtragungen von Corona-Schutzimpfungen in einen Impfausweis (§ 22 Abs. 2 Satz 3 IfSG) wird je nachgetragener Impfung mit 2 Euro brutto vergütet; die Abrechnung der gesamten Apothekenvergütung soll wie bisher erfolgen. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang: Die näheren Einzelheiten zur Umsetzung und zur Abrechnung der neuen Vergütungspositionen stehen noch nicht fest. Wir werden Sie unverzüglich informieren, sobald uns genaue Informationen vorliegen.

Die ABDA empfiehlt in ihrer „Handlungshilfe zur nachträglichen Erstellung von COVID-19- Zertifikaten, Stand: 30.08.2021“ bezüglich der Übertragung eines Impfnachweises in den Impfpass Folgendes: „Nach § 22 Abs. 2 IfSG darf der Apotheker nachträglich eine Impfung in einen Impfausweis (gelber Impfpass der WHO) eintragen, wenn ihm eine entsprechende Impfdokumentation vorliegt. Die Prüfung auf Vollständigkeit und Plausibilität soll analog Abschnitt 3.2 erfolgen. Darüber hinaus hat der Apotheker unter Angabe des Namens und der Adresse der Apotheke und mit seiner Unterschrift kenntlich zu machen, wer die Impfung nachträglich in den Impfausweis eingetragen hat.“

Bitte dokumentieren Sie vorsorglich für sich, wenn Sie bereits ab heute entsprechende Nachträge von Corona-Schutzimpfungen erbringen.

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