Traumberuf auf solidem Fundament: Apotheker

Dresden (SLAK, 28.04.2016): 

Pharmaziestudium verspricht beste Beschäftigungsaussichten

Gesundheit hat immer Konjunktur. Als Experten für Arzneimittel sind Apotheker daher genau wie Ärzte stets gefragt und üben einen ebenso verantwortungsvollen, abwechslungsreichen wie krisensicheren Beruf aus. Gute Gründe also (nicht nur) für an Biologie und Chemie interessierte Abiturienten, sich für ein Pharmaziestudium zu entscheiden. Denn mit ihrer breiten naturwissenschaftlichen Ausbildung sind Apotheker hochqualifizierte Fachleute, auf die vielfältige Aufgaben in unterschiedlichsten Einsatzgebieten warten. Göran Donner, Vizepräsident und Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer, informiert über den Apothekerberuf und weitere Berufsbilder innerhalb der Apotheke.

Herr Donner, Apotheker bei der Arbeit erleben die meisten Menschen in öffentlichen Apotheken. Gibt es auch andere Einsatzmöglichkeiten?

Etwa 80 Prozent der Pharmazeuten arbeiten hierzulande in einer öffentlichen Apotheke. Doch ihre breite naturwissenschaftliche Ausbildung macht sie sehr flexibel einsetzbar, u. a. in Krankenhäusern, Universitäten, im öffentlichen Gesundheitswesen oder der pharmazeutisch-chemischen Industrie. Pharmazeuten sind dort z. B. in Forschung und Lehre tätig, für Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln verantwortlich, tragen für die richtige Medikation von Klinikpatienten Sorge oder überprüfen und bewerten Arzneimittel vor deren Markteinführung. Kaum ein naturwissenschaftlicher Beruf bietet so viele Facetten und ein so hohes Sozialprestige: Mit Platz 4 auf der Skala der vertrauenswürdigsten Berufe rangieren Apotheker in Deutschland sogar noch vor den Ärzten, wie eine aktuelle  Studie des GfK Vereins ergab.

Wie kann man Apotheker werden?

Pharmazie kann man an 22 deutschen Universitäten studieren, hier in Mitteldeutschland in Leipzig, Jena oder Halle, das Studium ist zulassungsbeschränkt. In acht Semestern Regelstudienzeit (je zwei Jahre Grund- und Hauptstudium) vermittelt es umfangreiches Wissen aus Biologie, Chemie, Pharmakologie und Technologie. Wie und warum wirken Arzneimittel im Organismus? Wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Welche Arzneiformen gibt es und wie stellt man sie her? Welche Arzneimittel helfen wem in welcher Dosierung? Welche Arzneipflanzen enthalten welche Wirkstoffe? Das wird nicht nur trocken im Hörsaal gebüffelt, sondern in vielen Laborstunden auch praktisch untersucht. Zwei Praktika, vorrangig in öffentlichen Apotheken, und drei Staatsexamen garantieren die umfassende Kompetenz des pharmazeutischen Nachwuchses. Die Approbation als Apotheker ist dann der „Führerschein“ in ein spannendes Berufsleben. 

Was macht die Arbeit in der öffentlichen Apotheke so reizvoll?

Der Umgang mit Menschen macht sie sehr abwechslungsreich: pro Tag wollen deutschlandweit rund 3,6 Millionen Patienten als Kunden mit Arzneimitteln versorgt und in allen Fragen zu Gesundheit und Medikamenten kompetent und individuell beraten werden. Das erfordert Fachwissen, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfreude. Die Herstellung bzw. Überprüfung von Arzneimitteln ist ebenfalls Tagesgeschäft, das erfordert Genauigkeit, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Wohnortnähe, geregelte Arbeitszeiten und eine leistungsgerechte Bezahlung machen die öffentliche Apotheke zudem zu einem familienfreundlichen Arbeitsplatz. Nicht zuletzt sind die Beschäftigungsaussichten glänzend: schon jetzt sind in Deutschland weit über 1.000 Apothekerstellen unbesetzt, allein fast 100 davon in Sachsen. Da der Bedarf aufgrund des demografischen Wandels weiter steigt, werden künftige Apotheker problemlos einen zukunftssicheren Arbeitsplatz finden oder ihre eigene Apotheke führen.

Und welche beruflichen Möglichkeiten bietet die Apotheke jenseits des Pharmaziestudiums?

Zum Apothekenteam gehören immer auch Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA). Nicht nur hinsichtlich der Arbeitsplatzvorteile – wohnortnah, zukunftssicher – bieten beide Ausbildungsberufe ebenfalls attraktive Perspektiven. Nach zweijähriger Schulausbildung plus halbjährigem Praktikum übernehmen PTA als „rechte Hand“ des Apothekers arzneimittel- wie patientenbezogene Aufgaben, z. B. das Herstellen von Rezepturen, die Prüfung von Arzneistoffen, die Beratung zu rezeptfreien Medikamenten und andere gesundheitsbezogene Dienstleistungen. PKA sind nach einer dreijährigen dualen Ausbildung für die wirtschaftliche Seite des Apothekenbetriebs zuständig, vor allem die Warenwirtschaft – schließlich hat eine durchschnittliche Apotheke in Deutschland rund 10.000 verschiedene Arzneimittel auf Lager. PKA behalten die Bestände vom Einkauf bis zur Abgabe an den Patienten stets im Blick und sorgen u. a. dafür, dass immer genügend Präparate vorrätig sind.

Nähere Informationen finden Sie auch unter:

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände                      www.abda.de

                                                                                                       www.apotheken-karriere.de 

                                                                                                       www.wir-sind-ihre-apotheken.de

Pharmazeutische Zeitung                                                              www.pharmazeutische-zeitung.de

Zentrale Vergabe von Studienplätzen                                           www.hochschulstart.de

 

Pressekontakt:

Göran Donner

Inhaber der Löwen-Apotheke

Kirchplatz 2,
01744 Dippoldiswalde

Tel: 03504 / 61 24 05
 / E-Mail: goeran.donner@apotheke-dipps.de

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