Fit und gesund dank richtiger Ernährung

Dresden (SLAK, 05.03.2015): 

Abwechslungsreich, ausgewogen, frisch: das schmeckt gut und tut gut

86% aller Deutschen glauben, sich gesund zu ernähren. Was das heißt, wissen aber die wenigsten. Dabei hat der Volksmund völlig recht: Du bist, was Du isst. Wer sich gesund ernährt, ist meist gesünder, fühlt sich besser und erhöht seine Chancen auf ein langes Leben. Sogar bestehende Krankheiten lassen sich positiv beeinflussen. Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2015 gibt Göran Donner, Vizepräsident und Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer, deshalb Tipps zum richtigen Essverhalten.

Herr Donner, was machen die Deutschen in punkto Ernährung falsch?

Ein Großteil der Deutschen isst schlicht zu viel, das Falsche und zu einseitig. Sie greifen viel zu häufig zu industriell verarbeiteten Lebensmitteln bzw. Fertigprodukten. Falsche Zubereitungsweisen zerstören selbst bei frischen Produkten Nährstoffe und Geschmack. Und die wenigsten nehmen sich Zeit zum Essen: oft verhindern Zeitdruck, Essen unterwegs oder vielfältige Ablenkungen echten Genuss.

Wie sieht denn eine gesunde Ernährung aus?

Gesund essen ist gar nicht schwer: es heißt in erster Linie, vielseitig, abwechslungsreich und ausgewogen zu essen. Der ernährungsphysiologische Wert eines Lebensmittels hängt von den Inhaltsstoffen ab, weniger vom Kaloriengehalt. Unser Körper braucht alle Nährstoffe, die Lebensmittel liefern, also Kohlehydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Es kommt jeweils auf die Menge bzw. den richtigen Mix an. Wieviel man täglich wovon benötigt, variiert je nach Alter, Lebenssituation und Gesundheitszustand. Zudem ist Essen immer auch Geschmackssache. Strikte Vorschriften für alle machen also wenig Sinn. Orientierung bieten die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die den aktuellen Wissensstand zusammenfassen. Veranschaulicht werden sie durch eine dreidimensionale Ernährungspyramide, an der man die empfohlenen Mengen wie auch den ernährungsphysiologischen Wert der unterschiedlichen Nahrungsmittelgruppen ganz einfach ablesen kann.

Welche Grundregeln sollte man unbedingt beachten?

Am wichtigsten ist Flüssigkeit: mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Kräuter- bzw. Früchtetees sollten es täglich sein. Alkohol zählt nicht dazu: als Genussmittel sollte man ihn nur selten und in kleinen Mengen konsumieren. Haupt-Energielieferanten sind – und zwar mehrmals täglich – kohlehydratreiche Lebensmittel wie Kartoffeln und Getreideerzeugnisse. Ideal sind Vollkornprodukte: sie decken zugleich den Bedarf an Ballaststoffen. Bereits 40 bis 50 g davon pro Tag senken erheblich das Risiko, an Diabetes, Bluthochdruck, Herzleiden und Darmkrebs zu erkranken. Unverzichtbar sind auch Obst und Gemüse, weil sie wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Deshalb gilt hier tatsächlich die bekannte Regel „5 am Tag“. Am besten verzehrt man sie ungeschält oder als Saft – und möglichst frisch: jeder Tag Lagerung kostet Vitamine, der Kühlschrank verlangsamt diesen Prozess lediglich.  

Was empfehlen Sie in Bezug auf Milchprodukte, Fleisch und Fisch?

Fettarme Milch und Milchprodukte sollte man ebenfalls täglich essen, denn sie liefern Eiweiß und Mineralstoffe. Leider zählen Sahne oder auch Eis nicht dazu: sie enthalten zu viel Fett und Zucker. Fisch sollte ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, denn vor allem fetter Seefisch liefert wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Dagegen liegt die empfohlene Obergrenze für Fleisch und Wurst bei nur 300 bis 600 g pro Woche. Wer ganz darauf verzichtet, verringert deutlich sein Risiko für Herzerkrankungen. Maßhalten sollte man auch bei Eiern: drei pro Woche reichen völlig aus.

Sind Fett und Zucker gestattet?

Ja, doch muss man sehr auf die Mengen achten. Fett und fettreiche Lebensmittel liefern zwar wertvolle Fettsäuren, können aber aufgrund ihres hohen Energiegehalts dick machen. Deshalb sollte man sie nur sparsam verwenden und pflanzlichen Ölen wie Raps, Soja oder Olive den Vorzug geben. Nur gelegentlich in kleinen Portionen erlaubt sind Zucker, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel. Auch mit Salz geht man besser zurückhaltend um: zum Würzen eignen sich Kräuter ebenfalls hervorragend.

Was empfehlen Sie für Einkauf, Lagerung und Zubereitung?

Generell gilt: je frischer und je weniger verarbeitet, desto wertvoller ist ein Lebensmittel. Tiefkühlprodukte sind in Ordnung, sofern es sich nicht um Fertiggerichte handelt, die Verpackung intakt ist und die Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Beim Kochen kommt es darauf an, Inhaltsstoffe und Geschmack möglichst zu erhalten. Dafür gart man am besten nur kurz bei niedrigen Temperaturen und mit wenig Wasser oder Fett. Und wer sich Zeit nimmt, um bewusst und ohne Ablenkung zu genießen, ist nicht nur schneller satt. Das Essen schmeckt auch besser und ist meist sogar bekömmlicher.

Was tun, wenn eine chronische Krankheit Einschränkungen beim Essen erfordert?

Wer sich nicht sicher ist, was und wieviel er essen kann, darf und soll, lässt sich am besten in der Apotheke beraten. Dort kennt man sich mit den Vorschriften und Empfehlungen z. B. für Diabetiker bestens aus. Viele Apotheken bieten auch einen ausführlichen Ernährungs-Check mit individueller Beratung an.

 

Pressekontakt:

Göran Donner

Inhaber der Löwen-Apotheke

Kirchplatz 2,
01744 Dippoldiswalde

Tel: 03504 / 61 24 05
 / E-Mail: goeran.donner@apotheke-dipps.de

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