Rezeptfälschungen gewinnen in Sachsen deutlich an Brisanz. Besonders betroffen: hochpreisige Onkologika und orale Zytostatika, die bevorzugt über gefälschte GKV-Verordnungen beschafft werden. Die jüngsten Fälle von Hämatologen/Onkologen aus Leipzig und Dresden zeigen ein professionelleres Vorgehen der Tätergruppen und eine zunehmende Verlagerung in elektronische Strukturen.Die wirtschaftlichen und haftungsrechtlichen Risiken für Apotheken steigen – vermeidbare Retaxationen inklusive.Der Vortrag gibt einen kompakten Überblick zu• aktuellen Betrugsmustern in Sachsen und Deutschland (Fallbeispiele aus der Praxis)• typischen Erkennungsmerkmalen gefälschter Muster-16-Rezepte (Stempelabweichungen, fehlerhafte BSNR/LANR, unplausible Patientendaten, Wirkstoffmuster, etc.)• Konsequenzen bei Belieferung – rechtliche und abrechnungstechnische Fallstricke (Retaxpolitik der Kostenträger)• Handlungsempfehlungen und Kommunikation im Ernstfall: Verdachtsmanagement, Dokumentation, Meldung an Kammer und Arztpraxis.Ziel ist die Sensibilisierung der Apothekenteams, Sicherheit in der Rezeptprüfung zu erhöhen und wirtschaftliche Schäden konsequent zu vermeiden.Die Fortbildung setzt auf praxisnahe Best-Practice-Beispiele aus sächsischen Apotheken und stärkt die Teamkompetenz im Umgang mit gefälschten Verordnungen.Video steht bis zum 28. Dezember 2025 zur Verfügung.
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