Einfluss rezeptfreier Medikamente auf Fahrtüchtigkeit oft unterschätzt

Dresden (SLAK, 12.06.2013): 

Viele Autofahrer unterschätzen den Einfluss rezeptfreier Medikamente auf ihre Fahrtüchtigkeit. Laut einer bundesweiten Forsa-Meinungsumfrage mit 3.000 Befragten weiß zwar so gut wie jeder Bundesbürger, dass Medikamente allgemein die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Das Risiko rezeptfreier Medikamente wird hingegen unterschätzt. Es liegen auch repräsentative Zahlen für Sachsen vor: Bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln rechnen noch 96 % der Sachsen mit einer Beeinträchtigung im Straßenverkehr. Aber nur der Hälfte der Befragten (51 %) ist bekannt, dass Medikamente gegen Allergien die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Husten- und Erkältungsmittel schätzen rund zwei von drei Befragten (61 %) als riskant ein. 73 % der Sachsen kennen das Risiko von Medikamenten gegen Migräne und 83 % das von Augenmedikamenten.

Ca. zwei Drittel der Umfrageteilnehmer in Sachsen (64 %) haben sich schon einmal darüber informiert, ob die eingenommenen Medikamente die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. 83 % der Befragten informieren sich dabei im Beipackzettel, 47 % beim Arzt und 34 % in einer Apotheke. Weit abgeschlagen sind als Informationsquellen das Internet, Zeitungen/Zeitschriften oder Freunde/Verwandte. Ein Drittel der Befragten (35 %) hat sich noch nicht aktiv über die Risiken von Medikamenten informiert.

„Die Ergebnisse zeigen, dass auch bei rezeptfreien Medikamenten die Beratung durch den Apotheker unumgänglich ist“, so Göran Donner, Vizepräsident der Sächsischen Landesapothekerkammer. „Um auf die Risiken, aber auch auf den Nutzen von Medikamenten aufmerksam zu machen, widmen wir den diesjährigen Tag der Apotheke dem Thema Medikamente und Straßenverkehr.“

Der Tag der Apotheke am 13. Juni 2013 steht unter dem Motto „Erst fragen, dann fahren!“. Beginnend mit dem Aktionstag werden Apotheken ihre Patienten verstärkt über die Auswirkungen von Medikamenten auf die Fahrsicherheit informieren. Die Kampagne wird getragen von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und vom ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) unterstützt. „Autofahrer, die Medikamente brauchen, sollten über mögliche Nebenwirkungen Bescheid wissen“, sagt RA Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr des ADAC.

Pressekontakt:  Solveig Wolf, Sächsische Landesapothekerkammer, Tel.: 0351/263 93 214

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