Breites Leistungsspektrum im Dienst des Patienten

Dresden (SLAK, 31.05.2016): 

Am 7. Juni 2016 ist Tag der Apotheke

Ab 2016 findet er jährlich am 7. Juni statt: der Tag der Apotheke. Er wird seit 1998 jedes Jahr von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ausgerufen. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages machen auch Sachsens öffentliche Apotheken wieder auf die Bedeutung ihres Heilberufes für das deutsche Gesundheitswesen aufmerksam. Denn Apotheken versorgen die Bevölkerung nicht nur flächendeckend mit Arzneimitteln. Das breite Leistungsspektrum der Arzneimittelexperten vor Ort umfasst noch viel mehr. Göran Donner, Vizepräsident und Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer, informiert zum Thema.

Herr Donner, was erwartet die Kunden beim Tag der Apotheke am 7. Juni?

Der Tag der Apotheke fokussiert in diesem Jahr auf das breite Leistungsspektrum der Apotheken und die Beratungskompetenz des pharmazeutischen Personals. Welche inhaltlichen Schwerpunkte sie dabei jeweils setzen und wie sie den Tag gestalten, entscheiden die teilnehmenden Apotheken selbst. Da wird es sicher ganz verschiedene, interessante Informations- und Aktionsangebote geben. Kunden und Patienten können also gespannt sein.

Apotheken versorgen die Bevölkerung flächendeckend mit Arzneimitteln. Was leisten sie darüber hinaus noch?

Menschen umfassend und verantwortungsvoll mit Arzneimitteln zu versorgen, bedeutet immer auch, sie fachgerecht, patientenindividuell und diskret zu beraten: zu Risiken, Neben- und Wechselwirkungen, Dosierung oder Darreichungsform ausgegebener Medikamente ebenso wie zu allgemeinen Gesundheitsfragen – von Empfängnisverhütung bis zur depressiven Verstimmung. Und das können nun mal nur die Apotheken vor Ort leisten – zumal ein Beratungsgespräch in der Apotheke nachweislich die Therapietreue steigert. Wenn es um Arzneimittelfragen geht, sind die öffentlichen Apotheken vor Ort für die Deutschen nach wie vor der Ansprechpartner Nummer eins – und das rund um die Uhr. 

Sie sprechen vom Nacht- und Notdienst?

Der Nacht- und Notdienst ist ein ganz wichtiger Baustein in der ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten. Pro Nacht sowie an allen Sonn- und Feiertagen sind in Sachsen jeweils rund 65 Apotheken dienstbereit. Für Apotheken in ländlichen Gebieten bedeutet das mitunter ein bis zwei Dienste pro Woche, während die Kollegen in der Stadt etwa alle zwei bis drei Wochen dran sind. Kinder profitieren übrigens besonders oft davon: mehr als ein Drittel aller Notdienstkunden verlangt Medikamente für die Kleinsten.

Eine weitere unverzichtbare Apothekenleistung ist die Herstellung sogenannter Rezeptur-Arzneimittel, also individuell auf einen Patienten zugeschnittener Verordnungen. Das ist immer dann erforderlich, wenn Fertigarzneimittel nicht in der benötigten Dosierung, Konzentration, Wirkstoffkombination oder Darreichungsform erhältlich sind. 2015 wurden in Sachsen etwa 462.000 Rezepturen in den Apotheken hergestellt, davon fast 300.000 allgemeine Rezepturen. Hinzu kamen rund 162.000 Spezialrezepturen wie Zytostatika oder Ernährungs- bzw. Infusionslösungen.

Das erfordert eine spezielle Ausstattung. Ist die in jeder Apotheke vorhanden?

In Deutschland unterhält tatsächlich jede Apotheke ein Labor. Weil die Arzneimittelsicherheit in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert genießt, werden hier nicht nur die Ausgangsstoffe für die Rezepturherstellung, sondern auch Fertigarzneimittel regelmäßig kontrolliert. Stellen sie Qualitätsmängel oder andere Arzneimittelrisiken fest, melden die Apotheken diese an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. 2015 war das mehr als 8.400 mal der Fall. Nicht zuletzt verleihen Apotheken auch diverse Hilfsmittel und bieten spezielle Beratungen oder Gesundheits-Schnelltests an: von der Blutdruck- und Blutzuckermessung über den Hausapotheken-Check bis zur Ernährungs- und Impfberatung.  

Apotheker stehen also längst nicht nur hinterm Ladentisch?

Nein, zumal das Apotheken-Team auch nicht nur aus Apothekern besteht. Neben dem Apothekenleiter und ggf. weiteren Apothekern gibt es immer auch Pharmazeutisch-technische Assistenten – sie stellen Rezepturen her und sind oft im Labor zu finden, geben aber auch Arzneimittel ab – und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte – sie kümmern sich hauptsächlich um die Organisation des Warenlagers, denn eine durchschnittliche deutsche Apotheke hat ständig rund 10.000 verschiedene Arzneimittel auf Lager.

Nähere Informationen finden Sie unter:

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände                www.abda.de

                                                                                                 www.wir-sind-ihre-apotheken.de

Pressekontakt:

Göran Donner

Löwen-Apotheke

Kirchplatz 2,
01744 Dippoldiswalde

Tel: 03504 / 61 24 05
 / E-Mail: goeran.donner@apotheke-dipps.de

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