Sächsische Landesapothekerkammer vergibt erstmals Förderpreis für herausragende Diplomarbeit

Dresden (SLAK, 21.04.2016): 

Um dem bereits absehbaren Nachwuchsmangel, insbesondere an approbierten Mitarbeitern, in Sachsen zu begegnen, hatte die Sächsische Landesapothekerkammer (SLAK) ihre `Ausbildungsoffensive Apotheker/in´ ins Leben gerufen. Seit 2010 hat die Kammer ihre Kontakte zu aus Sachsen stammenden Pharmaziestudentinnen und -studenten, vor allem an den mitteldeutschen Instituten, intensiviert und versucht über die Community pharmazie-sachsen.de, den Kontakt zwischen Studierenden und sächsischen Apothekerinnen und Apothekern als künftige Arbeitgeber zu vermitteln. Die eigens dafür geschaffene Plattform ist jedoch nur ein Teil der Nachwuchsförderung der Kammer. Sie wird, gemeinsam mit Sponsoren, durch ein Angebot weiterer Maßnahmen, wie bspw. die Honorierung eines Chemienachhilfe-Angebotes am Pharmazeutischen Institut Leipzig, die finanzielle Beteiligung an der Grundlaborausstattung der Erstsemestler sowie die Unterstützung studentischer Veranstaltungen in Leipzig, Halle und Jena ergänzt.

Im Zuge der intensiven Bemühungen der sächsischen Apothekerschaft um ihren Nachwuchs wurde bereits Ende 2014 die Idee eines Förderpreises zur Honorierung herausragender Diplomarbeiten geboren. Dieser konnte nun anlässlich der wichtigsten berufspolitischen Veranstaltung in Sachsen erstmals verliehen werden.

Im Rahmen des 14. Sächsischen Apothekertages, der am 16./17. April 2016 im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz stattfand, hat der Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer Friedemann Schmidt den mit 500 Euro dotierten Förderpreis übergeben. Kammerpräsident Schmidt begrüßte dazu die erste Preisträgerin Michaela Ullmann aus Leipzig.

Geboren im sächsischen Marienberg, absolvierte Frau Ullmann nach ihrem Realschulabschluss zunächst eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin. Nach Erlangen der allgemeinen Hochschulreife, die sie am Freiberg-Kolleg mit 1,0 als Jahrgangsbeste abschloss, begann Michaela Ullmann 2010 mit dem Studium der Pharmazie an der Universität Leipzig. Nach einem Forschungspraktikum und einer Tätigkeit als studentische Hilfskraft im Bereich Klinische Pharmazie war es naheliegend, dass sie auch ihre Diplomarbeit in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Thilo Bertsche anfertigte.

Die Arbeit zum Thema „Identifizierung von Arzneimittel-bezogenen Problemen in der peroralen und Sondenanwendung von Antikonvulsiva. Entwicklung und Implementierung eines Interventionskonzeptes für das Pflegepersonal einer neuropädiatrischen Station zur optimalen Arzneimittelanwendung und Anleitung von Patienten und deren Eltern“ erhielt die Traumnote 1,0 und ist drittmittelgefördert. Die Publikation einer internationalen Originalarbeit befindet sich in Vorbereitung. Professor Bertsche lobte als Betreuer insbesondere das überragende Engagement der Preisträgerin, ihr Fachwissen und ihre soziale Kompetenz.

Michaela Ullmann beendet voraussichtlich im Mai 2016 ihr praktisches Jahr. Die SLAK hofft, sie demnächst als junge Kollegin begrüßen zu dürfen und wünscht ihr für den bevorstehenden Dritten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung und ihren beruflichen Werdegang viel Erfolg sowie persönlich alles Gute.

Der Förderpreis der SLAK für herausragende Diplomarbeiten soll auch künftig im Rahmen des jährlich stattfindenden Sächsischen Apothekertages verliehen und so zur schönen Tradition werden.

 

Pressekontakt:   Solveig Wolf, Sächsische Landesapothekerkammer, Tel.: 0351/263 93 214, E-Mail: s.wolf@slak.de

 

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