Apotheker in Sachsen informieren - Sächsische Apotheken stellten 600.000 Rezepturen her

Dresden (SLAK, 21.04.2010): 

Im Jahr 2009 stellten die ca. 1000 sächsischen Apotheken rund 600.000 Rezepturen für Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen her. Dies wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) im Auftrag der Bundesapothekerkammer (BAK) aus. Rezepturen für Privatversicherte und für die Selbstmedikation wurden nicht erfasst.

„Die Apotheker arbeiten bei den Rezepturen Hand in Hand mit den Ärzten und ermöglichen so eine maßgeschneiderte Therapie. Die Zahl der Rezepturen – und damit der hohe personelle Einsatz der Apotheker – bleibt seit Jahren auf einem unverändert hohen Niveau“, so Friedemann Schmidt, Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer (SLAK). Um eine hohe Qualität der Rezepturen zu gewährleisten, haben die Apotheker Rezeptur-Leitlinien und Standardrezepturen erarbeitet, zudem bietet die SLAK Ringversuche zu Rezepturen an.

Individuell in der Apotheke angefertigte Rezepturen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Arzneimitteltherapie. Im Freistaat wurden im Jahr 2009 400.000 allgemeine Rezepturen wie Salben oder Kapseln hergestellt. Hinzu kommen 200.000 so genannter Spezialrezepturen, wie Zytostatika oder Ernährungslösungen, die unter hohem technischem und organisatorischem Aufwand von spezialisierten Apotheken hergestellt wurden. Die Hälfte aller allgemeinen Rezepturen wurde von Hautärzten verordnet. Es folgten die Ärzte für Allgemeinmedizin, sie verordneten etwa 17 Prozent aller Rezepturen. Kinderärzte stehen mit 14 Prozent aller Rezeptur-Verordnungen auf Platz drei. Für Kinder sind Rezepturen besonders wichtig, da nicht von allen Wirkstoffen industrielle Arzneimittel in kindgerechten Dosierungen verfügbar sind. Etwa jedes dritte Kind wurde schon einmal mit einem maßgeschneiderten Arzneimittel versorgt.


Pressekontakt: Göran Donner, Löwen-Apotheke Dippoldiswalde, Tel.: 03504/61 24 05

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