Krankheit kennt keine Feiertage

Dresden (SLAK, 20.12.2018): 

So finden Sie schnell die nächstgelegene Notdienst-Apotheke

Wer nachts, an Wochenenden oder Feiertagen dringend Medikamente benötigt, bekommt sie auch. Das garantiert der flächendeckende Nacht- und Notdienst der sächsischen Apotheken. Von diesem wichtigen und notwendigen Service profitieren vor allem Familien. Göran Donner, Vizepräsident und Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer, informiert, wo und wie man über Weihnachten und den Jahreswechsel Hilfe findet.

Herr Donner, wenn ich außerhalb der regulären Öffnungszeiten dringend Medikamente brauche: Wie finde ich die nächste dienstbereite Apotheke am schnellsten?

Nutzen Sie den „Apothekenfinder 22 8 33“. Die Notdienst- und Apothekenauskunft der Deutschen Apothekerschaft ist deutschlandweit auf verschiedenen Wegen bequem und schnell erreichbar:

  • Nutzer von Mobiltelefonen wählen ohne Vorwahl die 22 8 33 (69 Cent/Minute, alle Netze).
  • Oder sie schicken eine SMS mit der 5-stelligen Postleitzahl des aktuellen Aufenthaltsortes an die 22 8 33 (69 Cent/SMS, alle Netze).
  • Im Festnetz lautet die kostenfreie Rufnummer 0800 00 22 8 33.
  • Alternativ kann man sich die kostenfreie „Apothekenfinder“-App downloaden oder das mobile Web unter apothekenfinder.mobi nutzen (mit Internetflatrate kostenfrei).
  • Einen ganz einfachen Online-Notdienstfinder bieten die Website der Sächsischen Landesapothekerkammer www.slak.de und das Gesundheitsportal www.aponet.de.

Daneben ist der aktuelle Notdienstkalender in vielen regionalen Zeitungen abgedruckt. Und nicht zuletzt informiert auch jede Apotheke in einem Aushang an gut sichtbarer Stelle, welche andere Apotheke in der Nähe gerade Dienst hat.

Wie viele Apotheken in Sachsen sind denn über die Feiertage dienstbereit?

Von den knapp 1.000 Apotheken in Sachsen sind pro Nacht sowie an sämtlichen Sonn- und Feiertagen jeweils rund 65 dienstbereit. So stellen sie die umfassende Versorgung der Menschen im Freistaat mit Arzneimitteln sicher – rund um die Uhr und vor Ort. Denn schnelle Erreichbarkeit auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist oberstes Gebot. Für Apotheken in ländlichen Gebieten bedeutet das mitunter zwei bis drei Dienste pro Woche. Die Kollegen in der Stadt sind etwa alle zwei bis drei Wochen dran.

Wer legt fest, wann welche Apotheke den Notdienst übernimmt?

Die Notdienste erfordern jederzeit pharmazeutisch qualifiziertes Personal, das macht sie personell und finanziell immens aufwändig. Doch weil wir Apotheker uns unserer Verantwortung in Sachen Arzneimittelversorgung voll bewusst sind, erbringen wir diese Leistung sehr engagiert. Damit die Belastung aber auch für das Apothekenpersonal erträglich bleibt, wechseln sich die Apotheken mit den Diensten untereinander ab Hier in Sachsen erstellen wir dafür gemeinschaftlich regionale Dienstpläne, die von der Sächsischen Landesapothekerkammer überprüft und genehmigt werden.

Und wer nimmt die Nacht- und Notdienste vor allem in Anspruch?

Deutschlandweit sind es täglich etwa 20.000 Patienten – sei es, weil die Hausapotheke Lücken aufweist oder weil der ärztliche Bereitschaftsdienst Medikamente verordnet hat. Häufig sind es Kinder, denen auf diese Weise rasch geholfen werden kann: Der Rezeptanteil von Kinderärzten ist überdurchschnittlich hoch, mehr als ein Drittel aller Notdienstkunden verlangt Medikamente für die Kleinsten. In den Städten ist die Nachfrage naturgemäß höher als auf dem Land. Doch das führt dort nicht etwa zu einer „Einsparung“ der Dienste: Auch wenn nur ein einziger Patient pro Nacht kommt – schon damit diesem geholfen werden kann, ist der Dienst unverzichtbar.

 

Pressekontakt:

Göran Donner

Löwen-Apotheke

Kirchplatz 2,
01744 Dippoldiswalde


Tel.: 03504/ 61 24 05 / E-Mail: vizepraesident@slak.de

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